Verhinderungspflege - Pflegedienst Melitta Schauland

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Verhinderungspflege

Vergütung > Pflegeleistungen nach SGB XI
Erfolgt die Pflege und Betreuung von Pflegebedürftigen teilweise oder komplett durch pflegende Angehörige oder sonstige private Pflegepersonen, besteht ein Anspruch auf Verhinderungspflege. D.h., es wird für maximal 28 Tage bzw. 1612€ pro Jahr eine professionelle Ersatzpflege durch einen Pflegedienst sichergestellt. Die Verhinderungspflege kann bei jedweder Verhinderung der privaten Pflegeperson in Anspruch genommen werden. Die Anspruchnahme ist sowohl stunden-, tage- und/oder wochenweise möglich. D.h., Verhinderungspflege kann beantragt werden, auch wenn die private Pflegeperson nur für einige Stunden die Betreuung nicht übernehmen kann.

Die Verhinderungspflege kann neben der ambulanten Betreuung durch einen Pflegedienst auch in Form einer sogenannten Kurzzeitpflege in einer stationären Pflegeeinrichtung erfolgen.

Übernimmt eine andere private Pflegeperson die Pflege, erhält der Pflegebedürftige wie bisher entweder das gesamte Pflegegeld oder das anteilige Pflegegeld in Rahmen der Kombinationsleistungen.
Gründe für die Inanspruchnahme können sein: Urlaub, Krankheit, Rehamaßnahmen, aber auch ein Theaterbesuch, Teilnahme an einem Pflegekurs usw. Allerdings müssen die pflegenden Angehörigen nicht zwingend einen Grund für die Inanspruchnahme einer Verhinderungspflege angeben. Ansonsten gelten folgende Voraussetzungen:

  • Es muss eine Pflegestufe vorliegen (Mindestens 0 mit eingeschränkter Alltagskompetenz)
  • Der zu Pflegende muss durch eine private Pflegeperson (Angehörige, Freunde) mindestens 6 Monate zuvor betreut worden sein. Der Beginn der Pflegezeit wird meist mit dem Zeitpunkt der Genehmigung der Pflegestufe gleichgesetzt. (Tritt ein erneuter Fall ein, der eine Verhinderungspflege erfordert, entfällt die 6monatige Wartezeit.)
  • Wird der zu Pflegende ausschließlich über einen Pflegedienst betreut und nicht von den Angehörigen, können die Angehörigen keine Verhinderungspflege beantragen.
  • Ab 2015 kann für die Verhinderungspflege auch noch 50 % der Kurzzeitpflege angerechnet (kombiniert) werden, sofern für diesen Betrag im laufenden Kalenderjahr noch keine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen wurde. Somit würde sich der bereitgestellte Betrag für die Verhinderungspflege auf 2.418 € erhöhen.

 
 
 
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